Vorwort

Ein Beitrag von Dr. Alexander Suter
Leiter Soziales, Christoph Merian Stiftung

Seit dem Jahr 2024 ist die psychische Gesundheit ein eigenes Handlungsfeld im Förderprogramm der Christoph Merian Stiftung (CMS). Es lag daher auf der Hand, diesen Themenbereich in unsere Publikationsreihe zu sozialen Themen aufzunehmen. Im Verlauf der internen Diskussionen wurde das Thema schrittweise eingegrenzt. Aus dem breiten Feld der psychischen Gesundheit rückte Einsamkeit in den Vordergrund und durch den Fokus auf Jugendliche und junge Erwachsene wurde diese Wahl weiter geschärft. Zwar ist Einsamkeit ein Thema für Bevölkerungsgruppen jeden Alters, doch Befragungen zeigen auch in Basel, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene am häufigsten – und immer häufiger – als einsam bezeichnen.

Die Publikation «Einsamkeit» ist das Ergebnis einer schrittweisen Annäherung an das Thema. Sie versammelt Porträts von Betroffenen aus der Region Basel sowie Beiträge von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen. Die Vielfalt der Texte spiegelt fachliche Perspektiven und unterschiedliche Facetten von Einsamkeit wider. Verstanden als «Durst nach sozialen Beziehungen» (John Cacioppo) kann Einsamkeit durchaus hilfreich sein, damit wir uns um soziale Kontakte kümmern. Lang anhaltende Einsamkeit hingegen wird zur Belastung, bedeutet Stress und macht krank. Da sich Einsamkeit objektiv kaum erkennen, sondern nur individuell fühlen lässt, ist sie ein schwer greifbares Phänomen. Die Publikation gibt Einblicke in das weite Feld der Einsamkeit, enthält Empfehlungen zu möglichen Massnahmen und regt die Lesenden dazu an, sich mit ihrem eigenen Verständnis von Einsamkeit auseinanderzusetzen.

Wir danken den Autorinnen und Autoren für ihre wertvollen Beiträge und ihr Engagement in den Workshops zur Erarbeitung der Empfehlungen.