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Medienmitteilung

Markus Raetz schenkt den ‹Kopf› der Christoph Merian Stiftung

27.5.2014

Seit Sommer 1984 ist das Kunstwerk ‹Kopf› von Markus Raetz in den Merian Gärten zu sehen. Dreissig Jahre nach der Ausstellung ‹Skulptur im 20. Jahrhundert› schenkt der Künstler das Werk der Christoph Merian Stiftung. Dass es zu dieser Schenkung kam, ist dem Kunsthistoriker Simon Baur zu verdanken.

Das Kunstwerk ‹Kopf› von Markus Raetz besteht aus Laufener Kalkstein und umfasst insgesamt 14 verschieden grosse Elemente. Die Elemente sind ohne offensichtliches Prinzip liegend oder aufrecht auf einem Rasenfeld verteilt. Nimmt man das Werk in seiner Gesamtheit in den Blick und begibt man sich westwärts leicht in die Höhe, so ergibt aus einer bestimmten Blickachse ein Kopf mit Nase, Augen, Mund und Schädeldecke. Mittlerweile ist der ‹Kopf›, der eigens für diesen bestimmten Ort in den Merian Gärten geschaffen wurde, fest im kollektiven Gedächtnis der Basler Bevölkerung verhaftet.

Seit seiner Entstehung ist der ‹Kopf› eine Leihgabe von Markus Raetz. Im Jahr 2014 hat sich Markus Raetz auf Anregung des Kunsthistorikers Simon Baur bereit erklärt, das Werk der Christoph Merian Stiftung zu schenken. Dieser erfreuliche Umstand soll am 3. Juni 2014 um 17.30 Uhr mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltung in den Merian Gärten in unmittelbarer Nähe des Kunstwerks gefeiert werden. Nach der Begrüssung durch Beat von Wartburg, ab 1. Juni 2014 Direktor der Christoph Merian Stiftung, wird Martin Schwander, Kunsthistoriker und 1984 mitverantwortlicher Kurator der Ausstellung ‹Skulptur im 20. Jahrhundert› einige Worte zur Arbeit von Markus Raetz sprechen. Anschliessend findet eine kurze Bewegungsperformance statt, die von Silvia Buol unter dem Titel ‹Metamorphosen im Kopf› für sieben TänzerInnen und eine Alphornbläserin choreografiert wird. Markus Raetz wird an der Feier anwesend sein.

Das Werk ‹Kopf› von Markus Raetz ist eine Anamorphose. Als Anamorphosen bezeichnet man Bilder, die erst aus einem bestimmten Blickwinkel erkennbar werden. Anamorphosen sind seit dem Mittelalter bekannt. Man findet solche nicht nur in zahlreichen Kirchen Italiens, sondern auch auf Bildern von Hans Hobein d. J. Nicht selten verstecken sich hinter Anamorphosen Aussagen, die nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt waren.
 

 

Ihr Ansprechpartner

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