Medienmitteilung

HeK und Atelier Mondial (ehemals iaab) mit neuem Domizil

Basel, 21. November 2014

Das HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) sowie das Atelier Mondial (ehemals iaab) beziehen in Sichtweite der Hochschule für Gestaltung und Kunst am Freilager-Platz im Dreispitz ihr neues Domizil. Am Freitag, 21. November 2014, 17 Uhr wird das Kulturzentrum feierlich eröffnet.

Die Planung für den Umzug von iaab, den internationalen Austausch-Ateliers für Kunstschaffende der Region Basel, und des HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) ins Freilager Dreispitz geht auf das Jahr 2008 zurück. Nach einer Machbarkeitsstudie für die Umnutzung der ehemaligen Freilagergebäude beauftragte die Christoph Merian Stiftung im Jahr 2009 die Architekten Bearth & Deplazes aus Chur mit einem Vorprojekt für einen Neubau. Im März 2010 legten die Architekten ein Projekt vor, das zwei Gebäude unter einem Dach vereinigte: Ein Gebäude für den Bauträger Kunsthaus Baselland sowie ein Gebäude für das HeK und die iaab-Ateliers. Eineinhalb Jahre später, im Herbst 2011, musste die Christoph Merian Stiftung das Projekt jedoch begraben, da es dem Kunstverein Baselland trotz langwieriger Verhandlungen mit dem Kanton Basel-Landschaft nicht gelungen war, die notwendigen Mittel für seinen Gebäudeteil aufzubringen.
In der Folge beauftragte die Christoph Merian Stiftung im Januar 2012 Rüdisühli Ibach Architekten, Basel mit einer Machbarkeitsstudie, die klären sollte, welche Variante wirtschaftlicher und für die geplante Nutzung von iaab und HeK sinnvoller ist: Neubau oder Sanierung der bestehenden Gebäude. Die Studie von Ibach Rüdisühli Architekten zeigte auf, dass eine Sanierung des bestehenden Baus am kostengünstigsten ist und dass sich die Grundsubstanz der ehemaligen Lagerhalle für die geplanten Nutzungen durch HeK und iaab gut eignet. Von September 2012 bis Januar 2013 wurde das Vorprojekt in enger Absprache mit den zukünftigen Nutzern konkretisiert. Baubeginn war im Sommer 2013 und Abschluss im Herbst 2014.
Das neue Kulturzentrum im Freilager Dreispitz umfasst sieben Ateliers für Kunstschaffende im ersten Stock und diverse Räume für das HeK samt Café und Lounge im Erdgeschoss sowie einen Veranstaltungsraum im Untergeschoss. Ein Teil der ehemaligen Lagerhalle wurde geöffnet und dient als gedeckter Vorplatz bzw. als öffentliches Quartier-Foyer mit Zugängen zum HeK, zum iaab sowie zu den vier Schreibateliers im Autorenhaus und zur Drehscheibe, einer Anlauf- und Informationsstelle für das Freilager-Quartier.
Den Umzug vom St. Alban-Tal ins Freilager Dreispitz nahm iaab zum Anlass, Namen und Logo zu ändern sowie die inhaltliche Ausrichtung anzupassen. Aus der Abkürzung iaab wurde Atelier Mondial - International Arts Exchange Program Basel Mulhouse Freiburg. Das Programm steht neu für verschiedene Kunstsparten offen: visuelle und digitale Künste, Tanz und Literatur.
Baulich wurden die sieben neuen (Wohn-)Ateliers für die ausländischen Kunstschaffenden bewusst entlang der Aussenmauern angeordnet, um genügend Licht in die Wohn- und Arbeitsräume zu bringen. Die dunkleren Zonen im Gebäudeinnern, die nur durch Oblichter erhellt werden, dienen als Ausstellungs- und Projektraum (Salon Mondial; Ersatz für den ehemaligen iaab project space Basement im Oslo-Gebäude). Um den Kontakt zwischen den regionalen Kunstschaffenden und den ausländischen Gastkünstlern zu ermöglichen, ist ein bereits bestehender Durchgang zum Atelierhaus Oslo-Strasse 10 wieder geöffnet worden. Eine grosse Küche mit Gemeinschaftsraum (Cuisine Mondiale) soll den Austausch zusätzlich fördern.

Die Gesamtkosten für das neue Kulturzentrum am Freilager-Platz 8-10 belaufen sich auf neun Mio. Franken. Mit ihrer Investition hat die Christoph Merian Stiftung eine geografische Konzentration der Kunstateliers sowie die Voraussetzung für die Realisierung eines nationalen Kompetenzzentrums für elektronische Künste ermöglicht. Neben der Stiftung engagiert sich auch der Bund mit einem für die Region Basel einmalig hohen Betriebskostenbeitrag für das HeK. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass sich der Kanton Basel-Stadt, die Göhner Stiftung und mehrere private Mäzene finanziell an diesem Projekt beteiligten. Inhaltlich wird das Kulturzentrum Verbindungen zu den weiteren kulturellen Akteuren im Freilager schaffen, allen voran der Hochschule für Gestaltung und Kunst. Im Hinblick auf die Eröffnung des neuen Domizils von HeK und Atelier Mondial ist im Christoph Merian Verlag auch eine Publikation zu den Pionierbauten im Dreispitz erschienen.

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