Medienmitteilung

DA-SEIN - ein neues Angebot für Asylsuchende und Flüchtlinge in Basel

Gemeinsame Medienmitteilung der Offenen Kirche Elisabethen und der Christoph Merian Stiftung

Basel, 19.9.2014

Anfang 2015 verwirklichen die Offene Kirche Elisabethen und die Christoph Merian Stiftung das Projekt DA-SEIN: Asylsuchende und Flüchtlinge sollen gemeinsam mit hier heimischen Menschen Zeit verbringen und einen Teil ihres Lebens gestalten, um sich kennen zu lernen und Energie und Hoffnung für den weiteren Lebensweg zu sammeln.

Monika Hungerbühler von der Offenen Kirche Elisabethen und Mitarbeitende der Christoph Merian Stiftung haben sich in den vergangenen achtzehn Monaten gemeinsam mit Anette Stade (KAITO), mit Verantwortlichen verschiedener sozialer Institutionen und mit Betroffenen Gedanken über ein sinnvolles Angebot für Asylsuchende und Flüchtlinge in Basel gemacht. Als Resultat präsentieren sie das Projekt DA-SEIN.

Ziel von DA-SEIN ist es, Asylsuchenden und Flüchtlingen zu ermöglichen, dass sie in der Stadt Basel ankommen und sich willkommen fühlen. Sie werden wahrgenommen. Und sie sind eingeladen, mit der Stadt und ihren Menschen in Kontakt zu kommen – unabhängig davon, ob sie nur wenige Wochen oder viele Jahre in Basel sein werden. Durch DA-SEIN tauschen Menschen, die bereits seit Jahren und Generationen DA SIND, und Menschen, die durch Krieg, wirtschaftliche Not oder anderen Gründen DA SIND, ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus. Sie begegnen sich auf Augenhöhe.

Konkret bietet DA-SEIN die Möglichkeit, in der Offenen Kirche im Herzen von Basel vier Jahresfeste (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) zu feiern. Freiwillige bereiten diese Feste zusammen mit Asylsuchenden und Flüchtlingen vor und gestalten diese. Dafür finden wöchentliche gestalterische Workshops (Kochen, Brotbacken, Malen, Singen usw.) statt, wo Schmerzliches und Schönes bezüglich eigener Traditionen, der eigenen Lebensgeschichte, Abschiedserfahrungen und Hoffnung eingebracht und ausgetauscht werden kann. Die wöchentlichen Workshops finden im Untergeschoss des Pfarrhauses direkt neben der Elisabethenkirche statt. Bei diesen Anlässen soll es auch zu Begegnungen zwischen der Basler Bevölkerung und den Asylsuchenden/Flüchtlingen kommen, um so auch Verständnis und Akzeptanz für einander zu wecken.

Das Projekt, unter der Trägerschaft des Vereins Offene Kirche Elisabethen, soll im 1. Quartal 2015 gestartet werden. Die dreijährige Pilotphase (2015-17) mit Gesamtkosten von CHF 610'000 wird von der Christoph Merian Stiftung mit CHF 430'000 (Ertragsanteil Bürgergemeinde) sowie der Römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt mit CHF 90'000 finanziert. Die Evangelisch-Reformierte Kirche Basel-Stadt als Eigentümerin des Schauplatzes der DA-SEIN-Aktivitäten ist ebenfalls Partnerin des Projekts und prüft zurzeit auch dessen finanzielle Unterstützung.

Für weitere Auskünfte:

Monika Hungerbühler, Offene Kirche Elisabethen, Tel. 061 272 03 54
Walter Brack, Christoph Merian Stiftung, Tel. 061 226 33 29