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DA-SEIN, Elisabethenstrasse 10

Asylsuchende, die in Basel beim Empfangs- und Verfahrenszentrum ankommen, haben in vielen Fällen einen schwierigen Weg hinter sich, der sie aus sozialen, politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen aus ihrem Heimatland in die Schweiz geführt hat. Hier angekommen, fühlen sie sich oft fremd, orientierungslos und verloren im neuen Land. Sie wissen zu Beginn nicht, ob oder wie lange sie in Basel oder in der Schweiz bleiben können, was das Ankommen zusätzlich erschwert.

Die Offene Kirche Elisabethen wollte diesen Tatsachen entgegenwirken und sich gezielt für Asylsuchende, die in Basel leben, einsetzen. In der Folge entwickelte die CMS gemeinsam mit der Offenen Kirche Elisabethen das Projekt DA-SEIN, das diesen Menschen das offene Angebot macht, im Zentrum Basels, bei der Elisabethenkirche, einfach "da sein" zu dürfen. Von einem mulitnationalen Freiwilligenteam gestützt und begleitet, können sie sich eine Tagesstruktur schaffen, indem sie Musik machen, malen, kochen, backen, kleine Ausflüge unternehmen, häkeln, nähen oder spielen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Frauen mit Kindern. Zusätzlich wird im Umfeld der Elisabethenkirche viermal im Jahr zusammen mit den Flüchtlingen und Asylsuchenden ein Jahreszeitenfest für die Basler Bevölkerung organisiert und durchgeführt.

Das Projekt DA-SEIN schafft bewusst eine Ergänzung zur „Grundversorgung“ für Asylsuchende. Es ist ein Angebot an Menschen, die mit sehr wenig auskommen müssen, den „Luxus“ von Kultur- und Naturerlebnissen erleben zu können und in einer unbeschwerten Form verschiedenen Tätigkeiten nachzugehen.

Die CMS hat im Frühling 2015 die Liegenschaft des ehemaligen Pfarrhauses an der Elisabethenstrasse 10 in Basel erworben, unter anderem für die Umsetzung des Projekts DA-SEIN. Das Gebäude wurde 1865-1867 im Anschluss an die Fertigstellung der Elisabethenkirche durch den Architekt J.J. Stehlin (1826-1894) erbaut und ist, wie auch die Kirche, auf das soziale Engagement von Christoph Merian zurückzuführen. Das Sockelgeschoss wurde den Anforderungen des Projekts baulich angepasst. Mit dem Umbau von Felippi Wyssen Architekten erfolgten die Erstellung einer grosszügigen Küche sowie die Transformation der Kellerräume in einen vielseitig nutzbaren Aufenthaltsraum. Die Büroräumlichkeiten der Offenen Kirche Elisabethen im Erdgeschoss des Hauses bleiben erhalten.
 

Ihr Ansprechpartner

Stefan Wittlin
Projektleiter

Christoph Merian Stiftung
St. Alban-Vorstadt 12
CH-4002 Basel

s.notexisting@nodomain.comwittlin@cms-basel.notexisting@nodomain.comch

T +41 61 226 33 49

Ausführendes Architekturbüro

Felippi Wyssen Architekten GmbH
Habsburgerstrasse 36
CH-4055 Basel

mail@felippiwyssen.notexisting@nodomain.comch

T +41 61 561 75 32